Fußheberorthese Erfahrung

Bort Fußheberorthese, Quelle: www.bort.com/de/produktdetail.html

Fußheberorthese bei CMT: Meine Erfahrung mit der BORT Orthese

Wenn man mit Charcot-Marie-Tooth lebt, verändert sich das Gehen oft schleichend.

Bei mir wurde es irgendwann so, dass ich meinen Fuß nicht mehr richtig anheben konnte. Dadurch wurde jeder Schritt unsicherer, besonders auf unebenem Boden.

Genau deshalb habe ich mich nach einer Lösung umgesehen und bin auf die BORT Fußheberorthese gestoßen.

Mehr Infos zum Produkt findest du direkt beim Hersteller:
https://www.bort.com/de/produktdetail.html?product=054300

Was ich vorher nicht wusste:
In meinem Fall wurden die Kosten von der Krankenkasse übernommen, sodass ich nur die gesetzliche Rezeptgebühr zahlen musste.

In diesem Artikel teile ich meine persönliche Erfahrung mit der Fußheberorthese und zeige, wie sie meinen Alltag verändert hat.

Warum ich eine Fußheberorthese gebraucht habe

Die Fußheberschwäche ist bei CMT keine Seltenheit. Auch bei mir hat sie sich mit der Zeit immer deutlicher gezeigt.

Mein größtes Problem war das Stolpern. Selbst kleine Unebenheiten wurden plötzlich zur Herausforderung.

Was ist eine Fußheberorthese?

Eine Fußheberorthese ist ein Hilfsmittel, das den Fuß beim Gehen leicht anhebt. So wird verhindert, dass die Fußspitze hängen bleibt.

Die BORT Fußheberorthese arbeitet mit einem Zugmechanismus, der den Fuß beim Abrollen unterstützt. Dadurch wird der Gang stabiler, auch wenn die eigene Muskelkraft eingeschränkt ist.

Mein erster Eindruck und das Anlegen

Beim ersten Anlegen war ich ehrlich gesagt etwas überfordert. Es wirkte zunächst komplizierter, als ich erwartet hatte.

Mit der Zeit hatte ich den Dreh aber schnell raus. Nach kurzer Übung ging das Anlegen deutlich leichter.

Das Tragegefühl war am Anfang ungewohnt, vor allem weil ich die Orthese an beiden Füßen nutze. Nach einiger Zeit wurde es jedoch deutlich angenehmer.

Alltag mit der Fußheberorthese

Ich nutze die Orthese nicht dauerhaft, sondern situativ. Vor allem dann, wenn ich weiß, dass ich länger unterwegs bin oder der Untergrund schwierig ist.

Der größte Unterschied zeigt sich beim Gehen selbst. Der Fuß fällt nicht mehr unkontrolliert nach unten.

Es fühlt sich nicht mehr an wie früher, also bevor die Symptome stärker wurden.
Aber der Unterschied ist deutlich. Ich gehe stabiler und fühle mich sicherer.

Außerdem merke ich, dass ich weniger Energie darauf verwenden muss, jeden Schritt bewusst zu kontrollieren. Dadurch wird das Gehen insgesamt entspannter.

Vorteile der Fußheberorthese

  • deutlich stabileres Gehen im Alltag
  • weniger Stolpern bei kleinen Unebenheiten
  • mehr Sicherheit draußen
  • relativ unauffällig tragbar
  • spürbare Entlastung beim Gehen

Nachteile oder Grenzen

Natürlich gibt es auch ein paar Punkte, die man beachten sollte:

  • das Tragegefühl ist am Anfang ungewohnt
  • das Anlegen erfordert etwas Übung
  • nicht jede Bewegung fühlt sich sofort natürlich an

Trotzdem hat mich vom Effekt her nichts wirklich gestört. Für mich überwiegen die Vorteile ganz klar.

Für wen ist die Orthese geeignet?

Eine Fußheberorthese kann besonders hilfreich sein, wenn eine Fußheberschwäche im Alltag Probleme verursacht.

Vor allem dann, wenn Unsicherheit beim Gehen oder häufiges Stolpern eine Rolle spielt, kann sie eine echte Unterstützung sein.

Gleichzeitig ist sie nicht immer notwendig. Ich nutze sie bewusst nur dann, wenn ich sie wirklich brauche. Genau das funktioniert für mich gut.

Wie bekommt man eine Fußheberorthese?

In der Regel wird eine Fußheberorthese von einer Ärztin oder einem Arzt verordnet, zum Beispiel durch eine neurologische oder orthopädische Praxis.

Mit diesem Rezept kannst du dich an ein Sanitätshaus wenden. Dort wird die Orthese angepasst und erklärt.

In vielen Fällen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten.
Meist fällt lediglich eine gesetzliche Zuzahlung an, oft etwa 10 Euro.

Es lohnt sich, hier gezielt nachzufragen, da sich die Regelungen je nach Krankenkasse unterscheiden können.

Fazit: Lohnt sich eine Fußheberorthese?

Meine Erfahrung nach drei Monaten ist klar positiv.

Die Orthese ersetzt keine gesunde Funktion.
Aber sie hilft spürbar dabei, den Alltag sicherer zu gestalten.

Für mich ist sie keine perfekte Lösung, aber eine, die einen echten Unterschied macht.

Wenn du dich allgemein für Behandlungsmöglichkeiten interessierst, schau dir auch meinen Beitrag zur Charcot-Marie-Tooth Therapie an.

Häufig gestellte Fragen

Wie hilft eine Fußheberorthese bei CMT?
Sie hebt den Fuß beim Gehen leicht an und verhindert, dass die Fußspitze hängen bleibt. Dadurch wird das Gehen sicherer und stabiler.
Ist die BORT Fußheberorthese alltagstauglich?
Ja, sie lässt sich gut im Alltag nutzen. Viele tragen sie situativ, zum Beispiel bei längeren Wegen oder auf unebenem Untergrund.
Wie schnell gewöhnt man sich an eine Fußheberorthese?
Das ist individuell. Am Anfang fühlt sich das Tragen oft ungewohnt an, aber mit etwas Übung wird der Umgang damit schnell einfacher.
Muss man eine Fußheberorthese dauerhaft tragen?
Nein, nicht unbedingt. Viele nutzen die Orthese nur situativ, zum Beispiel bei längeren Strecken oder auf schwierigem Untergrund.
Heilt eine Fußheberorthese die Fußheberschwäche?
Nein, sie ersetzt keine gesunde Funktion. Sie hilft jedoch dabei, die Auswirkungen der Fußheberschwäche auszugleichen und das Gehen sicherer zu machen.
Wird eine Fußheberorthese von der Krankenkasse bezahlt?
In vielen Fällen werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen. Meist fällt lediglich eine gesetzliche Zuzahlung an. Die genauen Regelungen können jedoch je nach Krankenkasse variieren.